Echte Soldaten und Leinwand-Helden
In der Werbung gab sich Chesterfield meist zwischen volksnah
und 'konservativ abgehoben'. Kinostars und echte Helden
in Uniform kamen da gerade recht: Menschen wie du und ich,
die es aber 'schon geschafft hatten' – echte Helden!
Und was rauchen die...? Klar: "Chesterfield is best for you!"
(Abb. rechts: Ein auf jung getrimmter Richard Widmark
im Film "Halls of Montezuma")
Chesterfield setzte auf den gehobenen Mit-
telstand  –  Eleganz,  Emanzipation und zu-
friedene  Mädels  demonstrierten ein unbe-
schwertes Leben...                       
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    er Name Chesterfield zeichnet für
eine der ältesten und bekanntesten
Zigarettenmarken der Welt. Und ein
Ausflug in die Frühzeit der Chesterfield-
Zigarettenwerbung macht deutlich: auch
wenn man heute die ein oder andere
Zeitungsanzeige oder Plakatwerbung
belächeln mag, gehörten die Chester-
field-Marketing-Strategen   zu
den  kreativsten  Ideenschmie-
den ihrer Zeit. Immerhin  waren
sie die ersten,  welche es wag-
ten, die Frau ans Zigarettenrau-
chen  heranzuführen...
D
  • Erste Zigaretten-Fabrik Alles begann ziemlich klein...

    Was in 'Multimillionen' endete, begann in den Pionierzeiten Amerikas fast immer mit einer erbarmungs-
    würdigen Hütte.
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  • Die ersten Tabakfabriken waren an sich nur Farmen, auf denen Tabak gepflanzt, geerntet und später zu Schnupftabak oder Pfeifentabak verarbeitet wurde.
    Zigarren, später auch Zigaretten, wurden damals noch per Hand gerollt.

  • Zunächst wurde der Tabak in speziellen Mühlen zu geschnittenem Kraut verarbeitet, getrocknet und dann gerollt. Chesterfield-Tabak wurde zum ersten Mal 1873 von der Drummond Tobacco Company hergestellt und verkauft.

  • Drunmond wurde etwa 10 Jahre später an Liggett & Myers (L&M) verkauft. John E. Liggett (Abb. rechts) und der in Bayern geborene Heinrich Dausman (Abb. links) gründeten bereits 1855 die "Liggett & Dausman Companie", die 1873 aufgelöst wurde.

  • Henry Dausmann wechselte zu einer neuen Firma, während John E. Liggett nun mit dem aus Missouri stam- menden George Smith Myers die neue Liggett & Myers Tobacco Company gründete, die als 'Urvater' der Chesterfield-Zigarette gilt.

  • Nicht nur auf dem Feld, sondern auch in den Fabriken war immer noch Hand-
    arbeit angesagt. Erst als eine Firma aus Richmond ein Preisgeld in Höhe von 75.000 Dollar für eine perfekte Zigaretten-Maschine in Aussicht stellte, kam die Wende.


  • Diese Maschine wurde 1880 von James Albert Bonsack aus dem Staate Virginia gebaut. Sie wurde jedoch durch einen Brand zerstört und konnte erst ein Jahr später am 08.03.1881 patentiert werden.


  • James A. Bonsacks Maschine war revolutionär! Sie fabrizierte 120 000 Zigaretten am Tag. Um die gleiche Leistung zu erzielen, hätten 40 Zi- garetten-Handrollerinnen mehr als 12 Stunden arbeiten müssen.

  • Von nun ab wuchs die Liggett & Myers Tobacco Company in einem atem- beraubenden Tempo. Die Geburts- stunde der modernen Tabak-
    industrie war eingeleitet und immer bessere Maschinen machten jetzt eine Massenproduktion möglich.

  • Die hohen Gewinne durch die maschinelle Zigarettenfabrikation ent- fesselten in den folgenden Jahren einen heftigen Konkurrenzkampf, der zum Krieg um das Zigarettenmonopol ausartete. 1898 gewann die American Tobacco Company mit James Duke die Schlacht und kaufte L&M

  • Hier begann nun auch der endgültige Siegeszug der Marke Chesterfield. 1913 wurden Geschmack und Verpackung der Zigarette neu kreiert und ein erfolgreicher Werbefeldzug mit herrlichem Kult-Charakter begann...


Kriegerische Zeiten...
Nach dem zermürbenden Krieg um das Tabakmonopol gehörte Chesterfield
nun zur American Tobacco Company und zog mit den amerikanischen Sol-
daten unter der neuen Firmenflagge auch mit in die beiden Weltkriege...
1940–1945   Zur ganzseitigen Vergrößerung bitte Fotos anklicken
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Joan Bennett
(hier mir Cary Grant im Film "Big Brown-Eyes,1936) warb wie
zahlreiche andere Hollywood-Stars
für Chesterfield.
(Abb. rechts, Joan Bennett in Uniform)
Nachdem ihr damaliger Ehemann, der Produzent
Walter Wanger, 1952 Joan's Liebhaber im realen Leben vor der Haustür niederschoss, endete die ruhmreiche Karriere von Joan Bennett und es wurde relativ still um sie.
1917
Blow some my way...
 ...ein Paar in inniger Zweisamkeit und die Frau flüstert – angetan vom
    tollen Geruch der Chesterfield: "Blas' doch mal in meine Richtung..."
          Eine Frau, die tatsächlich mitrauchen und genießen wollte!
     Die Werbung schlug in den USA wie eine Bombe ein! Chesterfield
                hatte die stilvolle, selbstbewusste Raucherin entdeckt...
In den 20er Jahren
stand bei Chesterfield der
sportliche, erfolgreiche
junge Mann im Vordergrund.
Dann erschien 1926 eine neue,
sensationelle Werbung...
Die Nachfolgerinnen: Chesterfield-Ladies in den 30er und 40er Jahren...
Chesterfielt, 1944:
Alle für einen – kauft mehr Anleihen für den Sieg!

Ladies first
In den 30er Jahren rückte damit das neue
Chesterfield-Girl in den Mittelpunkt der Anzeigen-
und Plakatwerbung.
Und weil rauchen damals 'schick' war, öffnete
sich mit den neu gebackenen Raucherinnen recht
schnell ein neuer Markt: der Trend zur 'leichten'
Zigarette und zur modischen Zigarettenspitze.

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Eine Zeit lang behauptete Chesterfield recht unbekümmert:
"No adverse effects to their nose, throat or sinuses from smoking
  Chesterfield
". Übersetzt: "Keine negativen Auswirkungen auf ihre
       Nase, Rachen oder Nebenhöhlen durch das Rauchen von
              Chesterfield."  Später wurde das dann etwas klüger for-
            muliert, bis solche Aussagen ganz ausblieben.
In den 40er und 50er Jahren folg-
te dann  die  sogenannte  ABC–
Werbekampagne, wo man weit-
gehend zu Gunstern  prominen-
ter  Gaststars  auf  viel Text ver-
zichtete.  Nun  kamen  die  Pro-
mis zu Wort und durften sagen,
was immer sie über Ihre Ches-
terfield  sagen wollten. –  Diese
Kampagne  wirkte  zwar etwas
konservativ  bis    hausbacken,
aber sie bescherte Chesterfield
gigantische Erfolge.
             Der Schauspieler Ronald Reagan
             (1966 Gouverneur von Kalifornien,
             1981 bis 1989 der 40. Präsident
             der Vereinigten Staaten) war nur
             einer der zahlreichen populären
             Leinwand- und TV-Stars, die in
den 40er und 50er Jahren für Ches-
terfield warben. In diesen Veröffent-
lichungen wurde dann auch jeweils
auf  den aktuellen  Kinofilmtitel hin-
gewiesen (hier:  "Hong Kong"  und
"The voice of the turtle", 1947)


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140 Jahre Chesterfield
Chesterfield wechselte
1998 zu
Philip Morris (
Altria
Group
). Zur Firmengruppe
gehören u.a. die folgenden
Zigarettenmarken:

Marlboro      Virginia Slims
Chesterfield      Lark      L&M
Benson & Hedges   
Players Eve


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So sahen Chesterfield-Zigaretten
ohne Schockbild oder Gesundheits-
hinweis in den 90er Jahren aus.
Link: Chesterfield by Philip Morris, Deutschland